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Dry NeedlingMethodenEvidenz

Dry Needling: Mythen, Fakten & was die Wissenschaft sagt

Dry Needling wird oft mit Akupunktur verwechselt. Was steckt wirklich dahinter? Eine evidenzbasierte Einordnung von Dr. Sofia Lenz.

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Dr. Sofia Lenz

Physiotherapeutin & Osteopathin

4 min Lesezeit

Dry Needling erklärt

Dry Needling ist eine physiotherapeutische Technik, bei der dünne Akupunkturnadeln gezielt in myofasziale Triggerpunkte gestochen werden – verhärtete, schmerzhafte Muskelbereiche, die lokal und in Fernregionen Schmerzen auslösen können.

Was ist der Unterschied zur Akupunktur?

Obwohl beide Methoden ähnliche Nadeln verwenden, sind sie konzeptuell grundverschieden:

Akupunktur basiert auf der traditionellen chinesischen Medizin und behandelt Energiebahnen (Meridiane). Dry Needling hingegen ist ein rein evidenzbasierter Ansatz, der auf moderner Anatomie, Neurophysiologie und klinischen Studien beruht.

Was die Wissenschaft sagt

Mehrere randomisierte kontrollierte Studien bestätigen die Wirksamkeit von Dry Needling bei:

  • Chronischen Rückenschmerzen und Nackenschmerzen
  • Schulterimpingement und Rotatorenmanschettenbeschwerden
  • Spannungskopfschmerz und Migräne
  • Myofaszialen Schmerzsyndromen (MFPS)
  • Plantarfasziitis und Tennisellbogen

Ist es schmerzhaft?

Ein kurzes Zucken – die sogenannte Twitch Response – ist oft zu spüren. Das ist ein gutes Zeichen: Es zeigt, dass der Triggerpunkt aktiviert und anschließend deaktiviert wird. Die meisten Patienten beschreiben das Gefühl als „angenehm-drückend", gefolgt von sofortiger Entspannung.

Bei Theraist führen wir Dry Needling immer als Teil eines umfassenden Therapieplans durch – niemals isoliert, immer im klinischen Kontext.

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